Sonntag, 20. April 2014

Gekratzte Eier und ein Karotten-Walnuss-Brot

{Werbung / ohne Auftrag}

Heute zeige ich euch mal, wie man im Hause E. die Eier färbt ;)

Experimente aus meiner Küche: Frohe Ostern

 Ich hätte euch den Beitrag gerne schon ein paar Tage vor Ostern gezeigt, aber die Eier werden bei uns nunmal traditionell am Samstag vor Ostern gefärbt. Und leider habe ich die letzten Jahre keine Fotos davon gemacht, um sie euch schon vorab zeigen zu können. Aber wie heißt es so schön: besser spät als nie! Ihr könnt euch das ja schon mal fürs nächste Jahr merken ;)

Sowohl bei meiner als auch bei der Familie von meinem Mann werden die Eier zu Ostern mit Zwiebelschalen gefärbt. Ich kenne es von klein auf nur so und behalte diese Tradition natürlich gerne bei. Ich muss aber gestehen, dass es schon Jahre her ist, dass ich selber Eier gefärbt habe. Meistens habe ich vergessen genug Zwiebelschalen zu sammeln :( Und da wir oft zum Frühstück bei der Family eingeladen waren, lohnte es auch kaum, die Eier selben zu färben. Das wollte ich dieses Jahr unbedingt ändern und habe schon seit Anfang des Jahres alle Zwiebelschalen aufbewahrt, um dann wie folgt die Eier zu färben:
 
Zwiebelschalen in einen Topf mit heißem Wasser geben. Eier mit weißer Schale dazugeben und alles aufkochen lassen.

Experimente aus meiner Küche: Frohe Ostern
 
Sobald das Wasser kocht, die Hitze reduzieren und etwa 10 - 12 Minuten köcheln lassen. Danach vom Herd nehmen und weitere 20 - 25 Minuten ziehen lassen. Die Eier herausnehmen und mit etwas Margarine oder Öl einschmieren, damit sie schön glänzen. Und schon waren meine 10 gefärbten Eier fertig:

Experimente aus meiner Küche: Frohe Ostern
 
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, was jetzt so toll an braunen Eiern ist? Nun ja, bei uns werden die Eier nicht nur gefärbt, sondern auch gekratzt ;) Vor allem mein Papa ist richtig begabt auf diesem Gebiet und hat schon unglaublich tolle Motive auf das Ei gebracht. Leider kann ich euch nur ein paar Beispiele zeigen, da ich - nach stundenlangem Suchen auf meiner Festplatte - festgestellt habe, dass die meisten Fotos wohl nur in ausgedruckter Form vorliegen :(

Experimente aus meiner Küche: Frohe Ostern

So saßen mein Mann und ich gestern Abend also gemütlich auf dem Sofa, jeder ausgestattet mit einem Bleistift und einem Cuttermesser :) Unsere "Kunstwerke" sind nicht mal annähernd so schön geworden, wie die von meinen Eltern und
schon nach einem Ei haben wir "aufgegeben" und beschlossen, dass meine Eltern die Eier am Montag kratzen müssen, wenn sie zu uns kommen werden :)

  Und um euch heute nicht ganz ohne Rezept stehen zu lassen, zeige ich euch auch noch schnell ein Karotten-Walnuss-Brot, welches ich vor ein paar Tagen etwas abgewandelt nach diesem Rezept von olles*Himmelsglitzerdings* gemacht habe:

Experimente aus meiner Küche: Karotten-Walnuss-Brot

Es ist schnell gemacht, bedarf keiner Wartezeit und bietet sich wunderbar für ein Abendessen
am Ostermontag im Kreise der Familie an ;)

Zutaten

50g Walnüsse
150g Möhren
2 TL Chia-Samen* (z.B. von Davert)
1 Würfel Hefe
550ml handwarmes Wasser
300g Dinkelvollkornmehl
150g Weizenmehl Typ 405
150g Dinkelmehl Typ 1050
1,5 TL Salz
2 EL Balsamico-Essig
1 TL Honig

Zubereitung

Die Möhren schälen und fein reiben. Die Walnüsse hacken.
Mehl, Salz und Essig in eine Schüssel geben. Die Hefe mit dem Honig in einer Tasse verrühren, bis es flüssig wird und zusammen mit dem Wasser zum Mehl geben. Alles mit den Knethaken der Küchenmaschine ca. 5 Minuten kneten. Zum Schluss die Möhren und die Walnüsse unterkneten.
Eine große Form mit Deckel fetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig einfüllen und die Form abgedeckt in den kalten Backofen schieben.Bei 220°C (Ober- und Unterhitze) ca. 60 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn man mit dem Finger dagegen klopft und es sich hohl anhört.

Leider war meine Glasform ein wenig zu klein, da der Teig beim Backen bis an den Deckel aufgegangen ist, so dass sich eine sehr flache Oberfläche gebildet hat. Ich habe den Deckel nach ungefähr der halben Backzeit abgemacht. Ungefähr deshalb, weil meine Eieruhr stehen geblieben ist und ich irgendwann mit Schrecken festgestellt habe, dass das Brot immer dunkler wird. Da ich so gar nicht einschätzen konnte, wie lange das Brot noch tatsächlich backen musste und es schon sehr dunkel war, habe ich es dann – wahrscheinlich zu früh – rausgenommen. Nachdem es etwas abgekühlt war und sich aus der Form gelöst hat, habe ich festgestellt, dass es unten noch sehr feucht ist. Also Ofen wieder angeschmissen, das Brot mit der Unterseite nach oben und ohne Form auf ein Backblech gelegt und nochmals 10 Minuten weitergebacken. Danach war es nicht mehr feucht und klang auch hohl, so wie es sein sollte.

Ich war schon fest davon überzeugt, dass das Brot nichts geworden ist, da irgendwie alles nicht so geklappt hatte, wie es sollte. Dabei hatte ich meinen Eltern, die zum Kaffee da waren, schon vorher angekündigt, dass ich Brot backen werde und sie etwas mitnehmen können. Da hatte ich wohl zuviel versprochen ;)
Als ich das Brot dann aber angeschnitten habe und es innen einfach perfekt war, war ich erleichtert. Es sah auf jeden Fall schon mal gut aus. Ich habe das Endstück direkt probiert und war entzückt! Es schmeckte!! Mir zumindest ;) Nachdem ich dann jedem eine halbe Scheibe Brot zum Testen in die Hand gedrückt habe und mein Papa gleich Nachschlag haben wollte, war klar: das Brot ist gelungen! Wir haben im Laufe des Abends fast das halbe Brot aufgegessen, so gut hat es uns allen geschmeckt!

Experimente aus meiner Küche: Karotten-Walnuss-Brot

Liebe Anita, mal wieder ein super Rezept für ein oberleckeres Brot! Vielen Dank dafür! Ohne dich hätte ich wahrscheinlich bis heute noch kein Brot selbstgebacken ;)

Und nun wünsche ich euch noch viel Spaß bei der Eiersuche und ein paar entspannte Ostertage!!

Eure Yvonne

*Dieser Artikel wurde mir unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt. 




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