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Freitag, 24. April 2015

Bread Baking (Fri)day: Topfbrot von Jette

Hallo Ihr Lieben, willkommen zum nächsten Bread Baking (Fri)day. Seit Anfang an verfolge ich diese Aktion von Yvonne mit großem Interesse. Ich backe mein Brot größtenteils selbst, weil ich das Brot vom Discounter soweit wie möglich boykottiere. 
Ich habe mich für die einfachste aller Möglichkeiten entschieden - Ihr kennt sie auch bereits alle (denn Yvonne ist selbst bekennende Anhängerin) - das Topfbrot! Allerdings gibt es doch den ein oder anderen Unterschied. Der größte ist, dass es bei Yvonne meist das No-Knead-Bread gibt - bitte korrigier mich, wenn das falsch ist - ich bevorzuge allerdings gekneteten und lange gegangenen Teig. 

Experimente aus meiner Küche: Topfbrot #breadbakingfriday
 
Ganz am Anfang habe ich mich da tatsächlich mit den Händen abgemüht, seit ich meine Küchenmaschine habe, gehört das Gott sei Dank allerdings der Vergangenheit an. Nun aber zurück zum eigentlichen Thema - das Topfbrot. Das Topfbrot ist eine tolle Möglichkeit ohne größeren Aufwand, ein Brot zu backen. Ähnliche Ergebnisse bekommt man sonst nur mit speziellen Bäckeröfen hin. Die Idee hatten übrigens die amerikanischen Siedler, als sie in den wilden Westen zogen. Die meisten hatten einen Universaltopf - den sogenannten "Dutch Oven" - in dem nicht nur gekocht sondern auch Brot gebacken wurde (Buchtipp "Brot aus dem Topf* " Verlag Bassermann Inspiration). Das geniale am Topfbacken ist, dass die aus dem Teig austretende Flüssigkeit nicht irgendwo im Ofen rumwabert, sondern im Topf bleibt. Und wer sich ein wenig mit Brot backen auseinander gesetzt hat, weiß, dass Wasser nötig ist für eine schöne knusprige Krume. Einen guten Topf fürs Brotbacken bekommt Ihr bei amazon schon für nicht einmal 40 €. Ich selbst habe diesen hier*, weil der Dutch Oven* vergriffen war, als ich beginnen wollte.

Als sinnvoll empfinde ich übrigens ebenfalls die Anschaffung eines Gärkörbchen*. Die Auswahl Peddigrohr oder Holzschliff ist dabei jedem selbst überlassen, ich habe mich für Holzschliff* entschieden. Bei Peddigrohr ist oftmals das Problem, dass sie chemisch riechen und durch die relativ großen Rillen Teig kleben bleibt. Das waren zumindest die Gründe, die für mich dagegen sprachen. Bisher habe ich übrigens nur Hefebrote gebacken, Sauerteigbrote stehen auf der To-Do-Liste allerdings ganz weit oben ;)

Mitgebracht habe ich Euch nun ein ganz einfaches Grundrezept für ein Sonnenblumenkernbrot. Es ist bereits mehrfach getestet und gelingsicher (wie eigentlich nahezu alle Brote im Topf).

Zutaten:

450 g Weizenmehl 550er
50 g Roggenvollkornmehl
10 g Salz
300 g Wasser
4 g Hefe
50 g Körner nach Wahl, z. B. Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Salz, Körner und die in Wasser aufgelöste Hefe verkneten, bis ein Teig entsteht der sich vom Schüsselrand löst. In eine gemehlte Schüssel legen und abgedeckt bei 6-8 Grad ca. 15 Stunden gehen lassen (am besten über Nacht). Nach 15 Stunden den Teig rund wirken und mit Schuß nach oben (also der unschönen Seite) in ein bemehltes Gärkörbchen legen (alternativ in eine gemehlte Schüssel). Abgedeckt stehen lassen.

Experimente aus meiner Küche: Topfbrot #breadbakingfriday

Den Topf in den Backofen stellen und auf 230 Grad vorheizen. Etwa 45 Minuten warten, dann ist der Topf aufgeheizt und das Brot genug gegangen. Den Topf aus dem Ofen holen (ACHTUNG ER IST SEHR HEIß!!), den Teigling in den Topf kippen, Deckel drauf und wieder rein in den Ofen.

Experimente aus meiner Küche: Topfbrot #breadbakingfriday

 30 Minuten backen, dann den Deckel abnehmen und noch einmal 10 Minuten backen. FERTIG!

Experimente aus meiner Küche: Topfbrot #breadbakingfriday

Das klingt zwar erst mal nach Recht viel Aufwand. Die tatsächliche Arbeitszeit ist aber recht gering. Das wichtigste ist eigentlich die Planung. Wann brauche ich das Brot? Wann muss ich also Quellstück und Teig ansetzen. Das ist nicht immer ganz einfach wie ich zugeben muss, aber es lohnt sich! Übrigens habe ich schon verschiedene Brotteige im Topf gebacken. Selbst Backmischungen werden darin einfach top - ich ignoriere in diesem Fall die Anleitung auf der Packung und backe genau wie oben angegeben. Ob ein Brot fertig ist, erfahrt Ihr übrigens durch den Klopftest. Dafür müsst Ihr einfach unten gegen das Brot klopfen, klingt es hohl ist es durch.

Auch die unterschiedlichsten Körner kann man ausprobieren. Einzig bei Leinsamen gibt es eine kleine Einschränkung, dafür muss man nämlich vorher ein sogenanntes Quellstück ansetzen. Der Hintergrund ist, dass Leinsamen quellen, also Wasser aufnehmen. Würde man nun die Leinsamen einfach in den Teig geben bei der Gare, zögen sie das Wasser aus dem Teig. Die Hefe könnte nicht richtig arbeiten, es wäre zu wenig Wasser im Teig, man hätte nach dem Backen quasi einen Stein. Für das Quellstück einfach 75 g Goldleinsamen und 75 g Wasser in einem verschließbaren Gefäß mischen und verschlossen für 8 - 10 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.

TIPP: Braucht man das Quellstück schneller, kann man das Gefäß bei Raumtemperatur stehen lassen. Dann muss aber ein Teil des Salzes vom Hauptteig zugegeben werden, damit unerwünschte mikrobioelle Reaktionen unterbunden werden.

Ich habe übrigens mal aus Spaß gerechnet (mit Bio-Produkten von Alnatura) kostet ein Brot - ohne Wasser und Energie - etwa 87 Cent. Das schlägt jedes Supermarktbrot und Qualität und Geschmack sind deutlich besser. Und falls Ihr sehen wollte, ob das mit den Sauerteigbroten was wird, seid Ihr herzlich Willkommen auf meinem Blog und meiner Instagramseite ;)
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Liebe Jette, vielen lieben Dank für dein Rezept und deinen ausführlichen Beitrag zum Bread Baking (Fri)day:

http://experimenteausmeinerkueche.blogspot.de/search/label/Bread%20Baking%20%28Fri%29day
 
Ich bin schon sehr gespannt, auf deine Sauerteigbrote. Vielleicht traue ich mich dann auch mal daran ;)

Eure Yvonne

*Amazon-Affiliate-Link

1 Kommentar:

  1. Liebe Yvonne,
    so geht es mir auch! Das Brot das man im Supermarkt als auch bei großbäckereien bekommt schmeckt nicht. Derzeit bin ich da auch fast jeden Tag am backen, da das selbst gebackene viel schneller weg ist. ein Gärkorb steht auch auf meiner Einkaufsliste ganz oben! Hab ich das richtig verstanden, das du dein Brot kurz im Gärkorb backst?
    Wenn du lust hast kannst du dir ja gerne mal meine Methode anschauen, würde mich freuen!
    Liebe Grüße und freu mich so ein tollen Blog gefunden zu haben!
    Petra

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