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Donnerstag, 26. Juni 2014

Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes oder was macht man, wenn alles schief läuft

Heute zeige ich euch mal, dass auch bei mir nicht immer alles einwandfrei funktioniert und manchmal wirklich alles schief läuft ;) So wie bei der Herstellung dieser Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes, die eigentlich Johannisbeer-Schokomousse-Tartelettes werden sollten:

Experimente aus meiner Küche: Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes

Manchmal hat man Ideen im Kopf, die sich irgendwie nicht umsetzen lassen. Ich hatte mir vorgenommen ein paar Tartelettes auf der Rückseite vom Muffinblech zu backen. Da ich es schon bei einigen Rezepten gesehen hatte, wollte ich dies auch mal ausprobieren. Gesagt, getan! Blech eingefettet, Mürbeteig darauf gelegt und ab in den Ofen. Nachdem der Teig abgekühlt ist, wollte ich ihn von der Form lösen und musste feststellen, dass es nicht so funktioniert wie ich es will :( 

Experimente aus meiner Küche: Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes

Auch die Ratschläge bei Instagram die Form mit heißem oder kalten Wasser zu füllen bzw. ein nasses Handtuch auf den Teig zu legen, hat nicht geklappt! Letztendlich sind von den 12 Förmchen nur zwei in ihrer Form geblieben. 

Experimente aus meiner Küche: Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes

Also was machen? Zum Glück hatte ich den restlichen Teig in Silikonförmchen gebacken, so dass mir noch 8 Stück zum Füllen blieben und aus den Teigkrümeln wollte ich dann ein Dessert schichten. Alles halb so schlimm. Ist zwar ärgerlich, aber eine Notfalllösung war schon parat. Musste nur noch die Schokomousse vorbereitet werden. Dafür hatte ich 120g weiße Schokolade in 400ml Sahne geschmolzen und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Der Plan war, die Schokoladensahne am nächsten Tag schön steif aufzuschlagen, um ein luftiges Schokomousse zu erhalten. So viel zur Theorie. In der Praxis funktionierte auch das leider nicht, denn die Sahne wollte einfach nicht steif werden. Und nachdem ich nochmal 200ml Sahne zugefügt hatte, ist die ganze Masse ausgeflockt, so dass nichts mehr zu retten war. Da stand ich nun mit meinen Tarteletteförmchen und Keksbröseln. Ich hatte zwei Möglichkeiten: alles wegschmeißen oder schnell eine andere Füllung überlegen. Dreimal dürft ihr raten, für welche Möglichkeit ich mich entschieden habe ;)

Nachdem ich meine Vorräte gesichtet habe, hatte ich die Wahl zwischen Vanillepudding oder einer Zitronen-Quark-Creme. Da ich sowieso noch Magerquark im Kühlschrank hatte, der verbraucht werden musste, wählte ich die Zitronencreme und war überaus zufrieden. Wer hätte gedacht, dass dieses improvisierte Gebäck am Ende so gut schmecken würde ;) Und weil ich es tatsächlich noch mal genau so machen würde (naja ohne die Patzer mit dem Teig) gebe ich euch jetzt auch noch ein Rezept mit auf den Weg:

Zutaten

Teig:
250g Mehl
60g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
125g Butter

Füllung:
200ml Sahne
250g Magerquark
Johannisbeeren (oder Erdbeeren)

Zubereitung

Aus Mehl, Zucker, Ei, Salz und Butter mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und ca. 1 Std. in den Kühlschrank stellen. Den Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Teig ausrollen, Kreise ausstechen und in Muffinförmchen verteilen. Die Variante mit dem umgedrehten Muffinblech kann ich euch leider nicht empfehlen ;) Danach etwa 10 Minuten backen und auskühlen lassen.

Für die Füllung das Quarkfeinpulver mit der Sahne verrühren. Magerquark zufügen und alles gut vermischen. Die Johannisbeeren waschen und vom Stiel abzupfen. Nun die Quarkfüllung in die Teigförmchen geben und mit dem Obst belegen. Fertig! Rechts seht ihr übrigens die zwei Förmchen, die bei dem ganzen Desaster ganz geblieben sind ;) Im Nachhinein muss ich sagen, dass mir die kleine Variante auch viel besser gefallen hat, da sie wirklich mit einem Haps im Mund waren.

Experimente aus meiner Küche: Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes

Wie ihr seht, ist das kein Hexenwerk und auch kein grandioses Rezept, aber ich wollte euch zeigen, dass ihr einfach mit etwas Improvisation auch ganz leckere Sachen zubereiten könnt und eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.

Aus den kaputten Teigförmchen habe ich dann noch ein Dessert gezaubert, so dass ich das ganze Wochenende versorgt war. Dafür habe ich einfach die Kekskrümel in ein Glas gegeben, mit der Zitronen-Quark-Creme bedeckt und mit Johannisbeeren garniert. LECKER!!!

Experimente aus meiner Küche: Johannisbeer-Zitronen-Tartelettes

Habt ihr manchmal auch solche Tage, an denen in der Küche alles schief geht? ;)

Eure Yvonne

Kommentare:

  1. Liebe Yvonne, glaub mir, so etwas kenne ich auch! Aber ich finde es klasse, dass du dich nicht hast unterkriegen lassen und dieses Unglück in ein tolles Dessert vergewandelt hast, dass sicher lecker geschmeckt hast.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend
    Maren

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  2. So wie im leben manchmal geht alles schief , aber nicht unterkriegen weiter machen . Hab dich lieb

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