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Montag, 7. Oktober 2013

Bratapfeleis

Letzte Woche habe ich spontan fast 1,5kg Äpfel geschenkt bekommen. Da es sich hierbei um runter gefallene Exemplare handelte, musste ich diese ganz schnell verbrauchen. Für mein ausgesuchtes Apfelkuchenrezept benötigte ich jedoch nur 3 – 4 Äpfel, so dass ich mir für den Rest etwas anderes einfallen lassen musste. Da kam der Kommentar einer lieben Leserin bei Facebook wie gerufen, als sie fragte, ob das Bratapfeleis (ich hatte ein Bild von einem Bratapfel mit Pistazien- und Bratapfeleis auf Facebook gepostet) auch selbst gemacht sei. Da das besagte Eis „nur“ gekauft war, konnte ich mit keinem Rezept dienen. Den Kommentar und die vorhandenen Äpfel haben ich dann zum Anlass genommen, um mein eigenes Bratapfeleis herzustellen. 

 
Und da einige schon nach dem Rezept gefragt haben, möchte ich es euch auch nicht länger vorenthalten:

Zutaten (für ca. 1,5 – 2 Liter Eis)

ca. 800 – 1000g Äpfel 
3 EL Zucker
100g gehackte Mandeln
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen)
400g Schlagsahne

Zubereitung

Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Würfel schneiden. An meinen Äpfeln musste ich viel wegschneiden, so dass ich etwa 625g übrig hatte. Die Apfelwürfel mit ein wenig Wasser und 3 TL Bratapfelgewürz weich dünsten. In der Zwischenzeit den Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen und die gehackten Mandeln zufügen. Sobald alle Mandeln mit der Zuckerschicht ummantelt sind, die Masse auf Backpapier streichen und auskühlen lassen. Nach etwa 15 – 20 Minuten sollten die Äpfel weich sein.

Sahne mit 1 TL Bratapfelgewürz steif schlagen. Die abgekühlten Apfelwürfel mit der gezuckerten Kondensmilch verrühren. Sahne unterheben. Nun habt ihr die Möglichkeit die Mandeln unter die gesamte Masse zu mischen oder ihr könnt – so wie ich – zwei Varianten herstellen. Dafür die Hälfte der Creme in eine verschließbare Form füllen und mindestens 6 - 7 Stunden im Gefrierschrank lassen. Die restliche Creme mit den karamellisierten Mandeln vermischen und ebenfalls in den Gefrierschrank stellen. 



An dieser Stelle möchte ich noch etwas zu den Mengenangaben sagen. Von den 625g Apfel“kompott“ habe ich 3 – 4 EL anderweitig verwendet. Ich kann nicht genau sagen, wie viel Gramm dann tatsächlich im Eis gelandet sind. Ich würde aber behaupten, dass etwa 500g Apfelkompott ausreichend sind.

Kommen wir nun zu Geschmack und Konsistenz. Die Konsistenz war leider nicht ganz so wie von mir erwartet. Da ich immer Sommer mehrfach schon Eis auf Milchmädchen-Basis hergestellt und bisher immer ein cremiges Ergebnis bekommen habe, war ich hier etwas enttäuscht. Durch das Wasser in den Äpfeln friert das Eis – nach längerer Zeit - richtig fest. Nach ca. 7 Stunden war es sehr cremig und konnte problemlos zu einer Kugel geformt werden. Am nächsten Tag jedoch musste ich das Eis etwa 5 – 10 Minuten antauen lassen, um es überhaupt aus der Form zu bekommen.

Jetzt bleibt noch die Frage nach dem Geschmack. Um es mit den Worten meines Mannes zusammen zu fassen: „Das beste Eis, was du je gemacht hast!“ Ein schöneres Kompliment kann es nicht geben :) Auch die vielen Testesser (ca. 2 Liter Eis können wir schließlich nicht allein aufessen) waren begeistert und alle waren sich einig, dass die Variante mit den Nüssen perfekt war. Mir persönlich hat tatsächlich die nussfreie Variante ein klein wenig besser geschmeckt, da diese etwas fruchtiger und nicht ganz so süß war. Optimal wäre es wahrscheinlich gewesen, wenn man die Nüsse auf die gesamte Masse verteilt hätte. 


Ich habe schon viele Ideen, wie man das Eis noch verändern könnte und bin froh, dass die Bratapfel-Zeit erst anfängt.

Bevor aber Stephies Blogevent zum Thema Äpfel endet, nutzt ich noch die Chance und reiche hiermit meinen dritten Beitrag ein:


Eure Yvonne

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